Zinseszins-Rechner

Sparplan vs. Einmalanlage — was bringt mehr?

Wer 50 000 € geerbt hat, fragt sich: alles auf einmal investieren oder über Jahre verteilen? Mathematisch gewinnt fast immer die Einmalanlage — aber Cost-Average und Disziplin sprechen für den Sparplan.

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Keine Finanzberatung. Modellrechnung — die Realität schwankt erheblich. Vergangene Renditen sind keine Garantie.

Mathematisch: Einmalanlage gewinnt

Wer eine Geldsumme über die volle Anlagedauer arbeiten lässt, nutzt den Zinseszinseffekt maximal. Bei einer Einmalanlage von 50 000 € bei 7 % über 25 Jahre:

  • Endwert: 50 000 × (1,07)25271 372 €
  • Gewinn: ~221 000 €

Bei einem Sparplan-Modell, der die 50 000 € auf 50 monatliche Raten zu 1 000 € verteilt (über ~4 Jahre): Endwert nach 25 Jahren etwa 240 000 € — also ~30 000 € weniger.

Praktisch: Cost-Average-Effekt

Beim Sparplan kaufst du in unterschiedlichen Marktlagen. Bei niedrigen Kursen mehr Anteile, bei hohen weniger. Das senkt das Timing-Risiko: wer alles auf einmal an einem Markthoch investiert, erlebt häufig 20 – 30 % Drawdown direkt am Anfang.

Wichtig: Cost-Average ist KEIN Renditeoptimierer — historisch ist der Markt 70 % der Zeit im Aufwärtstrend. Statistisch gewinnt Einmalanlage. Aber der psychologische Wert (man hält durch) ist nicht zu unterschätzen.

Drei Strategien je nach Lebenssituation

Strategie 1: Reine Einmalanlage

Geeignet für: erfahrene Anleger, große Erbschaft, Verkaufserlös aus Immobilie. Voraussetzung: starke Nerven für mögliche Drawdowns.

Strategie 2: Reiner Sparplan

Geeignet für: Berufseinsteiger ohne Startkapital, regelmäßiges Gehalt. 100 € – 500 €/Monat in einen Welt-ETF, ggf. dynamisch erhöhen.

Strategie 3: Kombination (oft optimal)

Erbschaft 50 000 €, gleichzeitig 200 €/M. aus dem Gehalt sparen. Über 25 Jahre bei 6 %:

  • Aus Einmalanlage: ~215 000 €
  • Aus Sparplan (200 €/M.): ~138 000 €
  • Gesamt: ~353 000 €
  • Eingezahlt total: 110 000 €

Was bei großen Summen sinnvoll ist: Tranchen-Strategie

Wer Angst vor Markt-Höhen hat, kann eine Erbschaft in 4 – 12 gleiche Tranchen über 6 – 12 Monate verteilen — der Cost-Average- Effekt im Schnellverfahren. Nach 12 Monaten ist alles investiert, Timing-Angst ist weg, und der mathematische Verlust gegenüber sofortiger Einmalanlage ist klein (typisch <3 % weniger Endkapital).

Notgroschen vorher

Egal welche Strategie: 3 – 6 Monatsausgaben als Notgroschen auf Tagesgeld zurücklegen, BEVOR Geld in den Sparplan/ETF fließt. Sonst zwingt die Krise dich, im falschen Moment zu verkaufen.

Im Rechner kombinierst du Startkapital und Sparrate beliebig — Endwert pro Szenario wird live aktualisiert.